Ehrenamt

"Wie sehr unsere Gesellschaft vom Ehrenamt abhängt, das bekommen wir, solange alles funktioniert, gar nicht mit. Aber wir merken es in Situationen wie jetzt in der Flutkatastrophe, wo unzählige Ehrenamtliche in unterschiedlichen Funktionen sofort zur Stelle waren, um die professionellen Institutionen, die da das allein hätten gar nicht anpacken können, zu unterstützen und oft noch da zu sein, wenn die großen Institutionen wie die Bundeswehr längst wieder abgezogen sind." leitete Arnd Henze die Veranstaltung WiederAnpacken der Melanchthon-Akademie im September 2021 in der Dellbrücker Christuskirche ein. Hintergrund war natürlich die Corona-Pandemie, die manche ehrenamtliche Tätigkeit unmöglich gemacht hat. Gleichzeitig wurde an der Flutkatastrophe im Juli sichtbar, dass ein Leben ohne Ehrenamt fast nicht möglich ist. Studio ECK hat sich für 2022 das Ehrenamt als Schwerpunktthema gesetzt. Weitere Beiträge aus der Vergangeheit finden Sie in der Themenrubrik "Engagement im Ruhestand".

Als vor acht Jahren die Krim von der Russen besetzt wurde und die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine begannen, gründete der Kölner Arzt Dr. Detlef Gysan gemeinsam mit seiner Frau Linda Mai, einer Halbukrainerin, 2015 den Verein „blaugelbes Kreuz“. Viele Krankenhausbetten und Infusionssysteme lieferten sie in den Osten der Ukraine, wo es zerschossene Krankenhäuser gab und viele Kinder, die ihre Eltern verloren hatten.„Zwei Wochen Ferien ohne Krieg“ hieß die Aktion, durch die jedes Jahr rund 50 Kinder nach Köln kamen, um hier unbeschwerte Ferientage genießen zu können. Primär waren die Ziele des Vereins in erster Linie, Kinder zu helfen, denen es nicht gut geht. Inzwischen ist das Familienunternehmen durch den Krieg in der Ukraine stetig angewachsen und versucht, den Menschen dort auf alle nur erdenkliche Weise zu helfen. Jutta Hölscher hat den engagierten Mediziner und stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins getroffen.

Sendedatum: 21.04.2022

Begegnungsräume hatten wir im harten Lockdown nahezu nur draußen. Quartier- und Nachbarschaftszentren waren im Ruhemodus. Endlich ist das Miteinander schrittchenweise wieder möglich. Auch das Nachbarschaftshaus der Ehrenfelder Genossenschaft erwacht wieder zum Leben. Es liegt zwischen Takufeld und dem Blücherpark, mitten in Neu-Ehrenfeld und bietet Raum, nicht nur für die Mitglieder der Genossenschaft und die Anwohner.
Eva-Maria Marx hat für Studio ECK recherchiert, seit wann das Haus am Ansgarplatz eigentlich genutzt wird und von wem und was man/Frau/Kind dort so unternehmen kann.

Sendedatum: 21.04.2022

Noch bis in die 2000er Jahre hinein gehörte die kleine Kapelle mitten in Köln-Mülheim zu einem Kloster, das von Patres bewohnt wurde. Das Kloster wurde 2014 abgerissen und stattdessen wurden von der GAG Köln neue Wohnungen gebaut. Die Mülheimer aus der sogenannten „Graf-Adolf-Siedlung“ wollten jedoch ihr „Kapellchen“ nicht widerstandslos hergeben. Sie starteten eine Unterschriftenaktion und gründeten einen Verein. Schlussendlich wurde die Bausubstanz der Kapelle erhalten und die GAG stellt die Räume dem neu gegründeten Nachbarschafts- und Kulturzentrum „et Kapellche“ zur Verfügung. Jutta Hölscher berichtet.

Sendedatum: 07.04.2022

In Köln gibt es verschiedene Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren und viele Leute tun dies schon. Die Meinung zu dem Thema ist sehr unterschiedlich und gerade wie junge Leute zu diesen Thema stehen, ist für die Zukunft nicht uninteressant. Tara Cwielong hat bei jungen Menschen recherchiert.

Sendedatum: 31.03.2022

Die Evangelische Telefonseelsorge Köln ist eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Sie ist zuständig für den Großraum Köln und Umland, seit 1997 auch für Leverkusen und Opladen. Sie gehört zur Telefonseelsorge, die bundesweit 105 an Stellen präsent ist. Mehr als zwei Millionen Anrufe gehen Jahr für Jahr bei den Telefonseelsorgen in Deutschland ein. Die Telefonseelsorge der evangelischen Kirche in Köln ist für alle Menschen und immer rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Sie besteht aus einem Team von drei hauptamtlichen und 84 ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die auch von Supervisor:innen begleitet werden. Birgit Niclas hat mit der Leiterin über die Arbeit der Telefonseelsorge gesprochen.

Sendedatum: 24.03.2022

In ihrem gewohnten Alltag haben nur wenige Kinder und Jugendliche, die in der Großstadt leben, regelmäßig Kontakt zu Pferden, Eseln, Ziegen, Hühnern und anderen Tieren, die auf einem Bauernhof ganz natürlich sind. Es sei denn, sie nutzen zum Beispiel das Angebot der Jugendfarm Wilhelmshof e.V. im Kölner Norden. Dort sind alle Kinder und Jugendlichen zwischen 7 und 18 Jahren eingeladen, die dort lebenden Tiere zu besuchen – und bei ihrer Pflege zu helfen. Christina Löw hat sich für uns informiert.

Sendedatum: 10.03.2022

Menschen verbinden und dauerhafte Beziehungen zwischen ihnen zu entwickeln, das ist Ziel und Aufgabe des Kölner Vereins Migrafrica. Sprach- und Computerkurse für Geflüchtete standen am Anfang, später ging es um Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchterfahrung, Orientierung und sogar Unternehmensgründung. Große Themen, die der Kölner Verein Migrafrica innerhalb weniger Jahre mit großem Erfolg umgesetzt hat. Anne Siebertz wollte wissen, wie das funktioniert.

Sendedatum: 13.01.2022

Seit November gibt es in der Kartäuserkirche in der Kölner Südstadt eine neue Ausgabestelle der Tafeln. Vor Ort wird die Ausgabe durch Ehrenamtliche Helferinnen unterstützt. Max Rohwer berichtet über die Zusammenarbeit von Tafeln, evangelischer und katholischer Gemeinde im Vringsveedel.

Sendedatum: 06.01.2022

Soziale Netze – das ist keine neue Erfindung, sondern es gab sie schon immer. Ganz ohne Technologie reden Menschen miteinander, helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird und das bei Menschen, die sie nie zuvor gesehen haben. Das Betriebssystem dieses Netzes? Ehrenamt. Hartmut Leyendecker hat bei einer Veranstaltung der Melanchthon-Akademie erfahren, was ehrenamtliche Arbeit leistet.

Sendedatum: 30.12.2021

Alle zwei Wochen freitags verkaufen vier Jungen, alle 13 Jahre alt, ihre eigene Zeitung rund um die Siedlung an der Lokomotivstraße in Nippes. Gleich zwei Zeitungen verbergen sich hinter der Redaktion des „Glücksblatt“, die „Faszination Tierwelt“ und „der Wunderbote“, ein Magazin, das für einen Euro verkauft wird. Jutta Hölscher hat die Vier an einem nieseligen Freitag Anfang Dezember am Wendehammer getroffen. Wegen des Regens ging es unter eine geschützte Bank an einem Kiosk. Und gleich los mit der ersten Frage, was das Kleeblatt am Schreiben und am Zeitungmachen so reizt.

Sendedatum: 30.12.2021